Montag, 17. Juni 2013

Gudrun Pausewang: Die Wolke

942240

An einem Freitagmorgen sitzt die vierzehnjährige Janna-Berta in ihrem Klassenzimmer, als der Katastrophen-Alarm ausgelöst wird. Als der Direktor den Unterricht sofort schließt, bricht Panik aus.
Da Janna-Berta weit entfernt von der Schule, in Schlitz, wohnt und ihre Eltern mit ihrem jüngsten Bruder Kai auf einer Tagung in Schweinfurt sind, fährt sie mit ihrem Bekannten Lars und dessen Freunden im Auto mit. Unterwegs erfährt sie, dass es in Grafenrheinfeld einen Atomunfall gegeben hat. Aus einem Kernkraftwerk tritt radioaktive Strahlung aus. Janna-Berta ist geschockt, als sie erfährt, dass sich Schweinfurt ganz in der von Grafenrheinfeld befindet. Zuhause angekommen erzählt sie ihrem neunjährigen Bruder Uli was passiert ist. Als ihre Mutter verzweifelt aus Schweinfurt anruft und ihnen befiehlt, sofort vor der radioaktiven Wolke zu fliehen, die sich kurz nach dem Unfall gebildet hat und sich in die Richtung von Schlitz bewegt, packt Janna-Berta die nötigsten Sachen und sie und Uli fahren auf ihren Fahrrädern auf der völlig überfüllten Autobahn nach Süden zum Bahnhof. Als die beiden in einen Feldweg abbiegen, fährt Uli so schnell, dass er das sich ihm nähernde Auto nicht bemerkt. Er wird von dem Auto erfasst und getötet.
Traumatisiert läuft Janna-Berta weiter, bis sie schließlich in den verstrahlten Regen gerät und ohnmächtig zusammenbricht. Als sie wieder aufwacht, liegt sie in einem Schulsaal, der nach der Katastrophe als Notkrankenhaus hergerichtet wurde. Da Janna-Berta wegen des giftigen Regens ihre Haare verloren hat, ist sie sehr gereizt und deprimiert. Von einem der Krankenpfleger erfährt sie, dass ihre Eltern und ihr kleiner Bruder Kai tot sind.
Zwei Wochen später wird Janna-Berta von ihrer Tante Helga abgeholt, die in Hamburg wohnt. Helga hat Janna-Bertas Großeltern, die sich im Urlaub auf Mallorca befinden, geraten, erst wieder zurückzukommen, wenn alles wieder in Ordnung ist. Davon, dass Janna-Bertas Eltern und Brüder tot sind, wissen die Großeltern nichts. Da sie den ganzen Tag allein zu Hause ist, hält es Janna-Berta nicht lange in Hamburg aus. Sie fährt zu ihrer Tante Almut und ihrem Mann Reinhard nach Wiesbaden. Dort hilft sie mit, ein Zentrum für die Evakuierten einzurichten.
Ein paar Tage nach ihrem fünfzehnten Geburtstag kehrt sie zu ihrem Elternhaus nach Schlitz zurück. Ihre Großeltern sind inzwischen aus Mallorca zurückgekommen und leben nun in der verstrahlten Gegend. Janna-Berta erzählt ihnen die ganze Wahrheit.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr traurig und realistisch ist. Es wurde nach dem Atomunfall in Tschernobyl geschrieben. Ich finde es gut, dass die Autorin die traurigen Schicksale so genau beschrieben hat. Wenn man das Buch gelesen hat, muss man viel darüber nachdenken.

ANN-SOPHIE SÖLL

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Zuletzt aktualisiert: 17. Jun, 20:05

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