Gayle Forman: Wenn ich bleibe

Mia ist als Cellistin ein großer Fan von klassischer Musik. Sie bekommt ein Angebot einer Musikakademie – sie muss sich entscheiden: entweder geht sie nach New York und verliert somit höchstwahrscheinlich ihren Freund Adam, oder sie bleibt da und lässt diese große Chance sausen. Doch auf einmal ist nichts wie zuvor. Sie und ihre Familie hatten einen Autounfall, und Mia befindet sich in einem unerklärlichen Zustand zwischen Leben und Tod. Sie sieht sich selbst in einem Krankenbett liegen, wie die Ärzte um ihr Leben kämpfen. Doch keiner sieht, spürt oder hört sie – sie ist praktisch aus ihrem Körper heraußen, wie ein Geist.
Mias Elter und ihr kleiner Bruder starben bei dem Unfall, Mia ist die einzige, mit Ausnahme des LKW-Lenkers, mit dem das Auto zusammenfuhr, die überlebte.
Nach einer Zeit versteht sie, dass sie es in der Hand hat, ob sie leben oder sterben wird. Sie lässt ihr ganzes Leben Revue passieren, und erinnert sich an all die schönen Momente, die sie bisher erlebte. Und dann kommt Adam mit einem iPod und spielt ihr eines ihrer Lieblingslieder vor – Andante con poco e moto von Yo-Yo Ma. Von da an weiß sie, für was sie sich entscheidet – sie will leben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ich es einfach nur wunderschön finde, Romane zu lesen, die eigentlich keine Romane, sondern Dramen sind. Man kann sich sehr gut in die Personen, vor allem in Mia, hineinversetzen, da auch die Umgebung sehr genau beschrieben wird. Zwischen der eigentlichen Handlung, nämlich dem Unfall und der Entscheidung zwischen Leben und Tod, wird immer wieder von Mias früherem Leben erzählt, was manchmal etwas störend ist, jedoch die Geschichte noch viel spannender macht. Dieser Roman ist sehr emotional und spannend, man kann fast nicht mehr aufhören zu lesen. Ich finde es einfach nur erstaunlich, wie man einen Tag – von 7:09 Uhr bis 7:16 am nächsten Tag – auf 268 Seiten schreiben kann.
HANNAH HOFMARCHER
senmi - 17. Jun, 19:57
